PUBLICATION

Stadtfotografie und Partizipation. Interview mit Martin Kohler.

Becker, Jörg. 2015. „Stadtfotografie und Partizipation. Interview mit Martin Kohler“. Raumnachrichten (4.12.2015).
 
Herr Kohler, Sie arbeiten seit Jahren im Bereich Stadtplanung an der HafenCity Universität Hamburg und sind dort Dozent für Stadtfotografie. Können Sie uns beschreiben was das ist: Stadtfotografie?   [..]   Tatsächlich ist es stilistisch ein hybrides Feld, welches Mittel und Arbeitsweisen aus unterschiedlichen fotografischen Genres nutzt, hauptsächlich aus Architekturfotografie, Streetphotographie und dem Bildjournalismus. Im Mittelpunkt steht die Darstellung einer Stadt oder eines Teils von Stadt als sozial-räumliches System.   [..]   Historisch finden sich Vorläufer wie die fotografischen Gebäudeaufnahmen im Auftrag des Denkmalamtes Anfang des 20. Jahrhunderts oder Fotografen als Stadtschreiber   [..]  Sie benutzen in einem Aufsatz diese schönen Bilder: der Fotograf als einsamer Cowboy und der Fotograf als Kollaborateur. Wie unterscheiden sich diese beiden Rollen in der Stadtfotografie? In dem Aufsatz wollte ich auf den Unterschied der Autorenfotografie und einer stärker kollaborierenden partizipatorischen Fotografie hinweisen.  [..]   Mit Bezug auf den Fotografen Kyle Knight schreiben Sie, dass partizipatorische Fotografie das Verständnis für Lebensumstände erweitert und über das hinausgeht, was in Büchern steht. Was genau ist das? Was kann eine Fotografie, was ein Buch nicht kann? ….
 
https://www.raumnachrichten.de/

Neue Freiräume

Koch, Michael, und Martin Kohler. 2013. Neue Freiräume für Hamburg. Hamburg: HafenCity University Hamburg.
 
Im Zuge der Diskussion um Nachverdichtung städtischer Quartiere für dringend benötigten Wohnraum und der Suche nach neuen Partnerschaften zwischen Bürgern, Unternehmen und Stadt zur Pflege und Entwicklung städtischer Freiräume rücken neue Freiräume neben den offiziell erfassten Freiräumen in den Fokus. Verkehrskreuze, Bahndämme, Industriebrachen, Parkplätze, Straßenräume, Bürgersteige, Privatgärten, Schulhöfe, Unternehmensgrünanlagen, Anlieferzonen, Innenhöfe, Schutthalden, Kaianlagen, Kleingärten, Deiche, Vorfluter, Regenüberlaufbecken, Brücken, Wohnabstandsflächen, Garageneinfahrten: Diese und weitere Orte als Metrozonen, Lost Spaces, u.v.m. umschrieben, sind die Spielplätze und Bühnen neuer Trends wie Urban Gardening, Urban Explorations oder Parkour und die Möglichkeitsräume einer kreativen Stadt(ökonomie). Welchen Beitrag ihre tatsächliche Nutzung nicht nur im inneren Bereich der Stadt und nicht nur durch junge urbane Milieus, sondern für die Freiraumversorgung der gesamten Stadtbevölkerung hat und haben könnte, wird in vier Bänden für Hamburg ausgeleuchtet.

http://edoc.sub.uni-hamburg.de
https://www.researchgate.net

6x3x3 – Theorie- und Performanceprojekt

„6x3x3“ is a performance as it is a project of theory. In the three metropoles
Buenos Aires, São Paulo and Hamburg 6 participants from these cities – artists,
architects, historians, academics – are asked to realize within 3 days 3 parallel
interventions in urban space in teams of two. One in the role of the host the
other as guest. Embedded in the everyday life of the host, the artistic creation
will take his or her understanding of the city and the urban spaces as a point of
entry. The project hopes to ignite an intense process of translating, understanding
as well as finding and exchanging narratives about the elements of the city.
Artistic urban interventions become tools to activate collective processes and
to enable polyloque between different cultural contexts, artistic positions and
practices. The individual experience of each team is the beginning of a search
process. In creating manyfold personal experiences of collaborations this search
aims to aggregate some of these experiences into more general interfaces, where
the three urban worlds can be brought into relation to each other.

http://6x3x3.tumblr.com/